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Auf bald im Wald 2014

Auf bald im Wald


Die 6. Klasse aus Kestenholz besuchte am 4. September die Solothurner Waldtage im Bornwald in Olten. Die mit sehr grossem Aufwand und viel Liebe zum Detail inszenierte Freilandaustellung bot alles zum Thema Wald, was in irgendeiner Form dazugehört und die Herzen aller Naturliebhaber (und auch anderer) höher schlagen liess. Die 16 Kinder waren Teil von über 4000 Schulkindern, die die Waldtage besuchten.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse, inklusive Lehrer, besammelten sich bereits in den frühen Morgenstunden (um 6:45 Uhr) bei der Bushaltestelle, um den Unterricht aus dem Schulzimmer in den Wald zu verlegen. Die Busfahrt nach Olten diente dazu aufzuwachen, dies schloss ich zumindest aus der Ruhe, die im Bus herrschte – eine Seniorengruppe ist mir weit mehr aufgefallen. In Olten angelangt, marschierten wir in den Bornwald. Dort konnten alle Kinder ein Getränk und eine grosszügige Zwischenverpflegung, die gesponsert wurde, in den Rucksack packen. Den Lunch wie auch die Fahrt nach Olten hat die Bügergemeinde Kestenholz berappt. Dafür herzlichen Dank!

Wir konnten vier Workshops der insgesamt über 50 Posten besuchen. Als Erstes haben wir die verschiedenen Bodenschichten und die darin lebenden Tiere betrachtet. Eigens für die Waldtage wurde eine über zwei Meter tiefe Schneise in den Waldboden gegraben, damit die einzelnen Schichten zum Vorschein kamen. Mit Lupe und Pinsel suchten die 6.-Klässler kleine Bodentiere. Da waren Assel, Regenwurm, Erdfüssler, Saftkugler und Weberknecht plötzlich nicht mehr eklig, sondern äusserst spannend und niedlich.

Beim zweiten Posten durften wir die Künste der Hirtenhunde hautnah miterleben. Die 16 Schülerinnen und Schüler hatten wesentlich mehr Mühe die Schafe über die Brücke zu treiben und die Hühner in ihr Gehege zu leiten als ein einzelner Hirtenhund.

Eine erste längere Pause machten wir bei der Aussichtsplattform, die als Andenken an die Waldtage stehen bleibt. Im Anschluss daran erfuhren wir einiges über die Funktion des Waldes und wie ein Wald aussehen muss, damit er möglichst vor Steinschlag, Überschwemmungen, Lawinen und Erdrutschen schützt. Eindrücklich wurde dies am Wald-Flipperkasten präsentiert.

Für den letzten Workshop wechselten wir zum dritten Mal an diesem Tag zu einem weit entfernten Posten. Dadurch haben wir ebenfalls die anderen Posten gesehen, wenn auch nur am Rande. Hat man das Programm studiert, liess sich erahnen, wie spannend diese gewesen wären, zum Beispiel der Seilpark, Faszination Pilze, Baumfällen und Pferdrücken, richtig anfeuern, Bäume erzählen Geschichten, Bauten aus Holz, Totholz lebt, klingendes Holz und viele andere. Bei unserem letzten Posten staunten wir, dass die Toilettenspülung anteilmässig die grösste Menge an Wasser verbraucht. Wie das Wasser zu uns gelangt, haben wir an einem sehr aufwändigen Modell erfahren.

Am Schluss vergnügten wir uns in der Wald-Spielhöhe, abseits von I-Pad und Handy. Als wir uns wieder auf den Weg zur Bushaltestelle machten, war mir bereits klar, dass sich diese Exkursion gelohnt hat. Nicht nur des guten Wetters wegen, was bekanntlich in diesem Sommer ganz und gar nicht selbstverständlich war, sondern wegen des überzeugenden Konzepts, dem was wir erlebt haben und dem Verweilen im Wald, war dieser Tag ein grosser Gewinn.

Hoffentlich wird es früher oder später einen zweiten Solothurner Waldtag in dieser oder einer ähnliche Form geben.


Adrian Stalder



16.09.2014