Absolutes Feuerverbot im Wald, am Waldrand und an Fluss- und Seeufern infolge akuter Trockenheit

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23.04.2020Absolutes Feuerverbot im Wald, am Waldrand und an Fluss- und Seeufern infolge akuter Trockenheit

Ab dem 15.04.2020 gilt im Kanton Solothurn ein absolutes Feuerverbot im Wald, am Waldrand und an Fluss- und Seeufern.


Allgemeinverfügung Feuerverbot vom 15.04.2020 (pdf) 

Fragen und Antworten zum Absoluten Feuerverbot (Link) 

Was ist erlaubt, was nicht? (Link) 


Allgemeine Lage

Die vergangene Woche war meist sonnig und ohne nennenswerten Niederschlag. Die Tagestemperaturen waren etwas kühler als in der Vorwoche. Seit gestern steigen die Temperaturen wieder über 20°C und leichte Bisenlage trocknete gestern die Luft ab. Die Streuschicht ist vielerorts sehr trocken. Auch die obersten Bodenschichten sind trocken. Für eine brandhemmende Frische im Wald fehlt jedoch schlicht die Feuchte.

Gefahrenbeschreibung (Gefahrenstufe)

Die Waldbrandgefahr wird im ganzen Kanton Solothurn weiterhin als "gross" beurteilt (Stufe 4). In Regionen mit grosser Wald- und Flurbrandgefahr können Brände leicht entstehen. Die Streuschicht ist dürr und kann sich sehr leicht entzünden. Das Feuer vermag sich in den Boden zu fressen und brennt tief, die Flammenlänge ist gross.
Achtung! Insbesondere bei Bränden in Nadelholzbeständen an Hanglage muss mit gefährlichem Feuerverhalten gerechnet werden. Windböen führen zu einer schnellen Feuerausbreitung.

Entwicklung und Tendenzen

Die nächsten Tage versprechen warm, sonnig und trocken zu werden. Allmählich steigt die Schauertendenz über dem Jura an. Bis zum Wochenende sind aber die lokal zu erwartenden Niederschlagsmengen bescheiden. Ab dem Wochenanfang kann das Wetter etwas labiler und somit leicht feuchter werden. Die aktuell prognostizierten Mengen werden jedoch kaum zu einer flächigen Entspannung der Waldbrandgefahr beitragen.

Ohne massgebende Änderungen erfolgt die nächste reguläre Beurteilung am Donnerstag, den 30.04.2020.